Chirurgische Praxis Lothar Gussning
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44137 Dortmund

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Hallux valgus und Hammerzehe

Unsere Füße tragen uns im Laufe eines Lebens fast dreimal um den Erdball und müssen Tag für Tag knapp 1.000 Tonnen an Belastung aushalten. Neben Erkältungen und Zahnschmerzen zählen Fußprobleme zu den häufigsten Beschwerden. Brennende Füße kennt fast jeder. Etwa 60 % der Deutschen leiden jedoch an einem schmerzhaften Fußproblem. Hallus valgus sowie Hammer- und Krallenzehe sind dabei die häufigsten Krankheitsbilder. Die im Volksmund als Ballenzeh bezeichnete Fehlstellung der Großzehe (Hallus valgus) kommt mehrheitlich bei Frauen vor. Häufig ist sie Folge von geschlossenen Schuhen mit hohen Absätzen, die über Jahre getragen werden.


Im Anfangsstadium lässt sich ggf. mit konservativen Methoden wie Druckentlastung, Einlagen, Fußgymnastik und bequemen Schuhen noch Abhilfe schaffen. Lässt sich damit keine Linderung mehr erzielen, ist ein operativer Eingriff das Mittel der Wahl. Es gibt mehr als 100 verschiedene Methoden, den Vorfuß zu operieren. Nach genauer Diagnostik wird das individuell geeignete Operationsverfahren ermittelt und dem Patienten genau erläutert.


Durch die Weiterentwicklung fußchirurgischer Techniken sind operative Eingriffe für Patienten heute jedoch deutlich weniger belastend als noch vor einigen Jahren. Im Vordergrund stehen gelenkschonende Verfahren, die den Fuß in seiner Funktion weitgehend erhalten. Durch neu entwickelte Materialien können heute auch kleinere Schrauben, Platten und Implantate genutzt werden, die knöcherne Korrekturen an den Füßen ermöglichen. Mit einem speziellen Verbandsschuh ist der Fuß in aller Regel sofort wieder belastbar. Eine Gipsruhigstellung ist nicht erforderlich. Nach 4 bis 6 Wochen ist das Tragen normaler Schuhe wieder möglich.